Wingman Number One für den Flirt

Wingman Number One für den Flirt

Mensch hat es nicht immer leicht. Hunde sind deutlich unbekümmerter, wenn es um die erste Kontaktaufnahme mit fremden Artgenossen geht. Da wird nicht hinterfragt, ob das Fell liegt, sondern frei nach Schnauze geschnuppert und vielleicht sogar gespielt. Für Frauchen und Herrchen bietet das immer wieder Gelegenheit, mit anderen Hundehaltern zu sprechen. Vor allem aber knüpft man schneller Kontakte und begegnet mit ein wenig Glück sogar der großen Liebe.

Der Diplom-Psychologe Jens Lönneker vom rheingold-Institut Köln hat sich schon vor längerer Zeit mit dem Flirtfaktor Hund befasst und im Auftrag vom „Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft“ eine Studie erstellt. Das Ergebnis spiegelt exakt das wider, was gemeinhin über Hunde gesagt wird: Dank Vierbeiner kommen Mann und Frau sich leichter näher. Das sagen immerhin 77 % der Umfrageteilnehmer. Die Kontaktaufnahme übernimmt dabei fast immer der Hund. Dadurch spart man sich dumme Flirtsprüche und muss auch nicht krampfhaft nach einem Gesprächsthema suchen. Der Wauwau ist gewissermaßen Türöffner und Thema in Personalunion.



Allerdings sollten sich Hundehalter bewusst sein, dass der Charakter ihres Tieres Rückschlüsse auf das eigene Wesen zulässt. Ist der Hund eher ruhig und zurückhaltend, gilt das oft, aber nicht zwangsläufig auch für Frauchen oder Herrchen. Andersherum signalisieren aufdringliche Tiere dem Gegenüber, dass der Halter ebenfalls recht keck sein könnte. Deshalb erwarten die meisten vom Flirtdoppel, dass der Hund wohl erzogen und der „Dosenöffner“ gut aussehend ist. Zudem sollten Hund und Halter zusammenpassen. Artige Vierbeiner erhöhen nach Aussage von 76 Prozent der Teilnehmer übrigens die Chance auf einen Flirt. Unabhängig von diesen meist persönlichen Vorlieben oder Abneigungen, gilt laut Studie, dass man mit Tier an der Seite unbefangener ist und von Anfang an eine gewisse Vertrautheit herrscht.

Wer nun aber meint, gleich ins nächste Tierheim oder zum Züchter laufen zu müssen, um bessere Flirtchancen zu haben, sollte sich vor Augen führen, dass jede Studie letztlich nur graue Theorie ist. Der Hund sorgt vielleicht für Aufmerksamkeit und den Kontakt. Den Mund muss man aber schon selbst aufmachen. Wenn nicht man dazu bereit ist oder sich unwohl fühlt, nützt auch ein noch so hübsches Exemplar von Vierbeiner rein gar nichts. Dann muss erst einmal an den Grundlagen gearbeitet werden.

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